Das englische Wort «sign / signs» gilt als vielschichtiger Begriff, der in ganz verschiedenen Bereichen auftaucht. Es steht für mathematische Symbole wie «+», «−» und «=», es beschreibt objektive Befunde in der Medizin, und an der Strasse meint es die Signale, die den Verkehr regeln. Wer alles pauschal mit einem einzigen deutschen Wort übersetzt, landet rasch bei Ungenauigkeiten: manchmal passt Zeichen, an anderer Stelle braucht es zwingend Signal, Schild oder Gebärde.
In der Medizin sind die Begriffe «klinische Zeichen» und «Vitalzeichen» geläufig. Geht es dagegen um Interpunktion, sagt man im Englischen «punctuation marks», die Variante «punctuation signs» gilt als unüblich. Im Deutschen heisst das schlicht Satzzeichen. Auf dieser Seite gehen wir «sign(s)» Bereich für Bereich durch und liefern zu jeder Bedeutung die treffende deutsche Entsprechung, typische Kollokationen sowie kurze Übersetzungen EN→DE. Dazu kommen Beispiele, eine Analyse häufiger Fehler und kleine Tabellen nach dem Muster «so sagt man es richtig». Am Schluss finden Sie Übersichtstabellen, einen Minitest und einen FAQ-Block. Ziel ist, dass Sie sign, signal, symbol und mark sicher auseinanderhalten und die passenden deutschen Wörter treffen: Zeichen, Schild, Signal, Gebärde und so weiter.
Alle Beispiele folgen dem Schweizer Sprachgebrauch. Das betrifft die Schreibung ohne Eszett (Strasse, gross, Fussgänger), die Anführungszeichen in der Form «…» und den Wortschatz: Velo statt Fahrrad, Fussgängerstreifen statt Zebrastreifen, Trottoir statt Bürgersteig, parkieren statt parken. Bei den Verkehrssignalen richten wir uns nach der Signalisationsverordnung (SSV), die in der Schweiz die amtlichen Bezeichnungen vorgibt.
Symbole, Zeichen (Mathematik und Interpunktion)
Symbole und Zeichen prägen die Wissenschaftssprache, die Logik und die Schrift. Mit ihrer Hilfe lassen sich komplizierte Gedanken kurz und präzis festhalten. In Mathematik, Physik und Sprachwissenschaft dienen sie als universelle Werkzeuge, ihre Bedeutung erschliesst sich ohne Übersetzung. Pluszeichen, Integrale, Kommas, Anführungszeichen: Jedes Symbol trägt seine eigene Bedeutung, zusammen bilden sie das Gerüst des Wissens und erleichtern die Verständigung über Kulturen und Epochen hinweg. Ob ein Symbol für eine Idee, ein Objekt, eine Beziehung oder eine Formel steht, hängt stark vom Zusammenhang ab.
Math signs: mathematische Zeichen
Die Geschichte der mathematischen Zeichen reicht weit zurück. Sie führt von wortreichen Beschreibungen zur symbolischen Sprache der Wissenschaft. In der Antike arbeiteten Ägypter und Babylonier mit Wörtern und Zeichnungen, um Rechenoperationen festzuhalten. Die moderne Notation entstand im 15. bis 17. Jahrhundert: Johannes Widmann verwendete 1489 erstmals gedruckt «+» und «−», Robert Recorde führte 1557 das Gleichheitszeichen ein. Recorde begründete seine Wahl damit, nichts könne gleicher sein als zwei parallele Linien. Mit der Zeit wurde die Mathematik zu einer universellen Sprache, in der jedes Symbol eine exakte logische Bedeutung hat. Forschende drücken damit auch anspruchsvollste Zusammenhänge in kompakter Form aus.
Begriffe:
EN: plus sign, minus sign, equals sign, greater/less than, division/multiplication sign, math signs
DE: Pluszeichen, Minuszeichen, Gleichheitszeichen, Grösser-als/Kleiner-als, Divisionszeichen/Multiplikationszeichen; mathematische Zeichen
Kollokationen:
- EN: math signs; sign of addition; sign convention; change the sign.
- DE: mathematische Zeichen; Additionszeichen; Vorzeichenkonvention; das Vorzeichen wechseln.
Beispiele EN→DE:
- Use the plus sign (+). → Verwenden Sie das Pluszeichen (+).
- Change the sign of x. → Wechseln Sie das Vorzeichen von x.
- The equals sign is missing. → Das Gleichheitszeichen fehlt.
- The sign convention is different here. → Die Vorzeichenkonvention ist hier eine andere.
Häufige Fehler:
- Verwechslung von sign und symbol. In der Rechnung spricht man von Zeichen oder Vorzeichen, das Wort Symbol bleibt der weiteren Bedeutung vorbehalten.
- Schild für ein gedrucktes Zeichen zu verwenden, ist falsch. Richtig ist Zeichen.
Minitabelle:
|
EN |
DE (CH) |
|
plus sign |
Pluszeichen |
|
minus sign |
Minuszeichen |
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equals sign |
Gleichheitszeichen |
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greater than (>) |
Grösser-als-Zeichen |
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less than (<) |
Kleiner-als-Zeichen |
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multiplication sign (×) |
Multiplikationszeichen, Malzeichen |
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division sign (÷ , :) |
Divisionszeichen, Geteiltzeichen |
Math signs: Wissenswertes
Das Unendlichkeitszeichen (∞) führte der britische Mathematiker John Wallis 1655 ein. Einer Deutung zufolge liess er sich von der römischen Schreibweise für Tausend (CIƆ) inspirieren.
Das Prozentzeichen (%) geht auf die italienische Wendung per cento zurück, also «pro hundert». In mittelalterlichen Handschriften stand dafür die Abkürzung «pc» oder «p cento».
Das Divisionszeichen (÷) trägt den Namen Obelus. In der Antike markierte man damit zweifelhafte Stellen in Texten.
Das Symbol π schlug William Jones 1706 vor. Populär wurde der griechische Buchstabe durch Euler, der ihn vom Wort perimetros ableitete.
Über die Jahrhunderte standen dieselben Zeichen teilweise für ganz verschiedene Operationen. Vereinheitlicht wurde die Notation im 18. und 19. Jahrhundert, und in dieser Form gilt sie bis heute.
Punctuation signs: Satzzeichen
Satzzeichen ordnen und gliedern die Rede. Der Fachausdruck Interpunktion stammt vom lateinischen punctum, also Punkt.
Wie die Satzzeichen entstanden, hängt eng mit der Entwicklung von Schrift und Buchdruck zusammen. Im Mittelalter schrieben vor allem Mönche die Bücher ab. Sie setzten kaum Satzzeichen und trennten die Wörter oft nicht voneinander. Ein Grossteil der damaligen Handschriften besteht aus Wortfolgen fast ohne Abstände. Gelegentlich trennten die Schreiber mit Punkten oder Kreuzchen, feste Regeln dafür gab es nicht.
Dringend nötig wurden Satzzeichen mit dem Buchdruck im 15. und 16. Jahrhundert. Der venezianische Drucker Aldus Manutius und sein gleichnamiger Enkel prägten damals ein System, das sich in weiten Teilen Europas durchsetzte und dessen Grundzüge wir noch heute benutzen.
Begriffe:
EN: punctuation marks (Norm), seltener punctuation signs
DE: Satzzeichen (Punkt, Komma und so weiter), Interpunktion
Kollokationen:
- EN: question mark, exclamation mark, quotation marks.
- DE: Fragezeichen, Ausrufezeichen, Anführungszeichen.
Beispiele EN→DE:
- Check the punctuation marks. → Prüfen Sie die Satzzeichen.
- Add a question mark. → Setzen Sie ein Fragezeichen.
- Remove the extra comma. → Streichen Sie das überzählige Komma.
Häufige Fehler:
- marks als «Markierungen» zu übersetzen, obwohl Satzzeichen gemeint sind.
- punctuation signs als englische Norm zu behandeln. Üblich ist punctuation marks.
Minitabelle:
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EN |
DE (CH) |
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comma |
Komma |
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semicolon |
Strichpunkt (Semikolon) |
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colon |
Doppelpunkt |
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dash |
Gedankenstrich, Bindestrich |
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quotation marks |
Anführungszeichen, in der Schweiz «…» |
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parentheses |
Klammern |
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ellipsis |
Auslassungspunkte |
Punctuation signs: Bedeutung und Schweizer Besonderheiten
Satzzeichen tragen viel zur Verständlichkeit bei. Sie bilden Sinngrenzen ab und lassen den Tonfall der schreibenden Person durchscheinen. Der Informationsfluss bekommt dadurch Struktur, die Lektüre wird leichter.
Kommas trennen die Teile zusammengesetzter Sätze und machen lange Konstruktionen überschaubar.
Beim Aufzählen kommen ebenfalls Kommas zum Einsatz, während der Punkt einen Gedanken abschliesst. Frage- und Ausrufezeichen bilden die Intonation ab. Gedankenstrich und Doppelpunkt kündigen Erläuterungen an, Anführungszeichen markieren Zitate, in Klammern stehen Nebenbemerkungen.
Ohne Satzzeichen wäre ein Text ein endloser Wortstrom, in dem sich Satzgrenzen und Bezüge kaum erkennen liessen. Sauber gesetzte Zeichen gehören deshalb zu jeder brauchbaren schriftlichen Kommunikation.
Für die Schweiz gelten drei Besonderheiten, die im Alltag oft auffallen. Erstens fehlt das Eszett vollständig, an seiner Stelle steht immer «ss»: Strasse, Fussgängerstreifen, gross, heisst. Zweitens sind die spitzen Anführungszeichen «…» üblich, während in Deutschland „…“ dominiert. Drittens setzt man in Zahlen einen Apostroph als Tausendertrennzeichen, also 12'500 Franken statt 12.500.
Anzeichen, Merkmale, Hinweise (evidence/indications)
Anzeichen, Merkmale und Hinweise beschreiben Eigenschaften und Zustände. Sie helfen dabei, Objekte, Personen oder Vorgänge einzuordnen. Oft treten sie als Indikatoren auf, an denen man etwas erkennt. Man unterscheidet unter anderem verhaltensbezogene, wirtschaftliche und wetterbedingte Anzeichen. In der Medizin führen bestimmte Anzeichen zur Diagnose.
Begriffe:
EN: sign(s) of X; a bad/good sign
DE: Anzeichen für X, Zeichen für X; ein schlechtes/gutes Zeichen; formell: Hinweise, Indizien
Kollokationen:
- EN: early signs, clear signs, warning signs
- DE: frühe Anzeichen, deutliche Anzeichen, Warnzeichen
Beispiele EN→DE:
- signs of recovery → Anzeichen einer Erholung
- a bad sign → ein schlechtes Zeichen
- warning signs of burnout → Warnzeichen für ein Burnout
- no signs of life → keine Lebenszeichen
Häufige Fehler:
- Automatisch Signal zu schreiben, wo ein abstraktes Anzeichen gemeint ist. Signal steht für einen übermittelten Impuls (technisch oder kommunikativ), Anzeichen für ein Indiz. Bei «Warnsignal» sind beide Varianten möglich, der Beiklang unterscheidet sich aber.
Minitabelle (Situation, EN, DE):
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Situation |
EN |
DE (CH) |
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Wirtschaft |
signs of a slowdown |
Anzeichen einer Abkühlung |
|
Wetter |
signs of rain |
Anzeichen für Regen |
|
Gesundheit |
warning signs of stroke |
Warnzeichen eines Hirnschlags |
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Verhalten |
signs of stress |
Anzeichen von Stress |
|
Suche und Rettung |
signs of life |
Lebenszeichen |
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Arbeitswelt |
signs of burnout |
Anzeichen für ein Burnout |
Signs of stress: Anzeichen von Stress
Stress zeigt sich in einer ganzen Reihe von Beschwerden, die den Körper, die Gefühlslage und das Verhalten betreffen. Fachleute unterscheiden körperliche, emotionale, kognitive und verhaltensbezogene Anzeichen. Wie stark diese ausfallen, ist von Mensch zu Mensch verschieden.
Zu den körperlichen Reaktionen zählen ein schneller Puls mit Kurzatmigkeit, Schwindel, Übelkeit, Magenbeschwerden, Zittern und Schwitzen, dazu Schlafstörungen mit Albträumen und häufigem Aufwachen.
Auf der emotionalen Seite stehen Angst und Unruhe, Reizbarkeit, Wutausbrüche, gedrückte Stimmung sowie das Gefühl von Leere.
Wer unter Dauerbelastung steht, kann oft nicht abschalten und verliert die Freude an Tätigkeiten, die früher Spass gemacht haben.
Kognitive Anzeichen sind ein schlechtes Gedächtnis, Konzentrationsprobleme, negatives Denken und nachlassende Kreativität.
Beim Verhalten fällt oft ein verändertes Essmuster auf, entweder mit wenig Appetit oder mit deutlich mehr. Manche greifen häufiger zu Kaffee, Alkohol oder Zigaretten, schieben Aufgaben vor sich her und ziehen sich sozial zurück. Nervöse Angewohnheiten wie Wippen mit dem Fuss oder ständiges Spielen mit den Haaren kommen dazu. Das Verhalten kann gereizt oder impulsiv wirken, und die Leistung in Beruf oder Ausbildung sinkt.
Signs of burnout: Anzeichen für ein Burnout
Als Burnout bezeichnet man einen Zustand körperlicher, emotionaler und geistiger Erschöpfung, ausgelöst durch anhaltende Belastung, Überforderung oder Konflikte im Privatleben und am Arbeitsplatz.
Körperlich stehen chronische Müdigkeit und Energiemangel im Vordergrund. Betroffene fühlen sich selbst nach einer durchgeschlafenen Nacht ausgelaugt. Häufig kommen Kopf- oder Muskelschmerzen, ein verändertes Hungergefühl, ein geschwächtes Immunsystem und wiederkehrende Infekte dazu.
Emotional äussert sich ein Burnout im Verlust des Interesses an der Arbeit. Die Haltung wird zynisch und skeptisch, Tränen und Ärger liegen nahe beieinander. Schon kleine Probleme lösen heftige Reaktionen aus.
Im Verhalten zeigen sich Rückzug, unrealistische Erwartungen an sich selbst und sinkende Leistung. Manche Betroffene versuchen, die Belastung mit Rauchen, Essen oder Alkohol zu dämpfen, was die Lage weiter verschärft. Wer solche Anzeichen über Wochen bei sich beobachtet, bespricht das am besten mit der Hausärztin oder dem Hausarzt.
Signale, Gesten (Kommunikation)
Signale und Gesten gehören zur nonverbalen Kommunikation. Sie ermöglichen Verständigung ohne Worte. Beide Begriffe umfassen verschiedene Elemente, bei denen Information über Körperbewegungen, Mimik, Haltung und weitere Mittel übertragen wird.
Signale sind kurze Mitteilungen über einen Gegenstand, einen Zustand oder ein Ereignis. Sie ergänzen und präzisieren die Rede. Der Satz «Gib mir bitte den Stift» wird etwa von einer Handbewegung begleitet, die auf den Gegenstand zeigt. Auch die Gesprächsführung wird über Signale geregelt: Ein direkter Blick mit hochgezogenen Augenbrauen zeigt, dass jemand das Wort ergreifen möchte.
Über Mimik lassen sich Gefühle zeigen, ohne dass ein einziges Wort fällt.
Typisch für nonverbale Signale ist ihre Situationsgebundenheit. Sie spiegeln den momentanen Zustand einer Person im Gespräch, also das Hier und Jetzt.
Gesten sind Körperbewegungen, die die Haltung der sprechenden Person zu einem Menschen, einer Situation oder einem Gegenstand ausdrücken. Regulierende Gesten steuern den Gesprächsverlauf, symbolische Gesten ersetzen Wörter oder ganze Sätze. Illustrierende Gesten zeichnen ein Bild in die Luft, etwa bei «so gross».
Bemerkenswert ist, dass dieselbe Geste in verschiedenen Ländern und Kulturen ganz unterschiedlich verstanden wird.
Begriffe:
EN: give me a sign; signal; gesture
DE: gib mir ein Zeichen; Signal; Geste
Kollokationen:
- EN: subtle signs, hand signals, traffic signal (Lichtsignal!)
- DE: feine Anzeichen, Handzeichen, Lichtsignalanlage (in der Schweiz auch Verkehrsampel, amtlich Lichtsignal)
Beispiele EN→DE:
- Give me a sign if you agree → Gib mir ein Zeichen, wenn du einverstanden bist
- He made a hand signal → Er gab ein Handzeichen
- a subtle gesture of agreement → eine unauffällige Geste der Zustimmung
- Send a clear signal to the team → Setzen Sie ein klares Signal für das Team
Häufige Fehler:
- Der Anglizismus «Signs» im deutschen Satz, wo Zeichen oder Gesten gemeint sind.
- Verwechslung von Zeichen, Signal und Geste:
- Zeichen: Hinweis oder Wink von einer Person oder vom Schicksal;
- Signal: ein übermittelter Impuls, technisch, politisch oder organisatorisch;
- Geste: eine körperliche Bewegung.
Minitabelle (Absicht, EN, beste deutsche Variante):
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EN |
DE (CH) |
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Give me a sign. |
Gib mir ein Zeichen. |
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Send a signal. |
Ein Signal senden. |
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Make a gesture. |
Eine Geste machen. |
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hand signals |
Handzeichen |
Gesten in der Gesprächspraxis
In der Gesprächspraxis begegnen uns regulierende Gesten, illustrierende Gesten, Embleme, Zeigegesten und affektive Gesten.
Regulierende Gesten steuern den Ablauf. Sie setzen Pausen, runden Aussagen ab und laden zum Sprechen ein: Nicken, ein vielsagender Blick, eine kleine Handbewegung.
Embleme tragen eine feste Bedeutung. Sie stehen dort, wo Worte überflüssig oder unpassend wären. Ein Schulterzucken heisst «ich weiss es nicht», die Hand am Ohr bittet darum, lauter zu sprechen.
Illustrierende Gesten geben eine Vorstellung von Form, Grösse und Lage eines Gegenstands.
Zeigegesten weisen auf einen Gegenstand und ersetzen häufig dessen Namen, statt Merkmale und Position zu beschreiben.
Eine eigene Gruppe bilden affektive Gesten, die den Gefühlszustand unmittelbar sichtbar machen. Der wichtigste Kanal dafür ist die Mimik, doch auch Haltung, Hand- und Körperbewegungen verraten viel.
Verkehrssignale, Schilder, Aushängeschilder
Verkehrssignale tragen Symbole oder Texte, die den Verkehrsteilnehmenden die geltenden Regeln, Gefahren und Besonderheiten mitteilen. Sie informieren über den weiteren Streckenverlauf und verhindern Unfälle. Aufgestellt werden sie entlang von Strassen und Autobahnen. Die Konstruktionen halten Temperaturschwankungen und Niederschlag stand, weil man dafür wetterfeste Materialien verwendet.
In der Schweiz heissen sie amtlich Signale, geregelt sind sie in der Signalisationsverordnung (SSV). Umgangssprachlich hört man auch Verkehrsschild oder Verkehrstafel, in Fahrprüfung und Verkehrsunterricht bleibt Verkehrssignal die korrekte Bezeichnung.
Zusatztafeln bilden eine eigene Kategorie: Sie stehen nie allein, sondern immer unter einem Hauptsignal, dessen Aussage sie einschränken oder präzisieren. Ein Beispiel ist die Tafel mit der Zeitangabe unter einem Parkverbot.
Signale gehören zu den Navigationsmitteln, die Autofahrenden und Zufussgehenden die Orientierung erleichtern und die Sicherheit erhöhen. Sie zeigen die Fahrtrichtung an, kündigen Abzweigungen, Ein- und Ausfahrten an und weisen auf wichtige Ziele wie Spital, Tankstelle oder Hotel hin.
Neben der Information darf am Strassenrand auch Werbung stehen. Wichtig ist dabei, dass solche Tafeln den Verkehr nicht behindern, niemanden ablenken und die Sicht auf die amtliche Signalisation frei lassen.
Traffic signs: Verkehrssignale in der Schweiz
Die Signalisationsverordnung teilt die Signale nach ihrer Funktion ein. Es gibt Gefahrensignale, Vorschriftssignale, Vortrittssignale, Hinweissignale und Wegweiser, dazu die erwähnten Zusatztafeln.
Wer die Anordnung eines Signals missachtet, begeht eine Verkehrsregelverletzung. Erfasst die Polizei oder ein Messgerät den Verstoss, folgt in der Schweiz eine Ordnungsbusse, bei schweren Fällen ein Strafverfahren und ein Führerausweisentzug.
Begriffe:
EN: traffic sign(s), road sign(s)
DE (CH): Verkehrssignal(e), Signal(e); umgangssprachlich Verkehrsschild
Kollokationen:
- EN: warning signs, mandatory signs, no entry sign, speed limit sign.
- DE: Gefahrensignale, Gebotssignale, Signal «Einfahrt verboten», Signal «Höchstgeschwindigkeit».
Beispiele EN→DE:
- traffic signs → Verkehrssignale
- a no-entry sign → ein Verbotssignal «Einfahrt verboten»
- follow the signs to the centre → folgen Sie den Wegweisern ins Zentrum
- speed limit sign 50 → Signal «Höchstgeschwindigkeit 50»
Häufiger Fehler:
- Für Verkehrssignale das Wort Zeichen zu verwenden. Richtig sind Signal, Schild oder Tafel.
Minitabelle (Standardsignale):
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EN |
DE (CH) |
|
stop sign |
Stop-Signal (Achteck) |
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yield / give way |
«Kein Vortritt» (auf dem Kopf stehendes Dreieck) |
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no entry |
Einfahrt verboten |
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speed limit |
Höchstgeschwindigkeit |
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pedestrian crossing |
Fussgängerstreifen |
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road works |
Baustelle |
|
parking |
Parkieren gestattet (Signal «P») |
Warning signs: Gefahrensignale
Gefahrensignale kündigen an, womit auf dem nächsten Streckenabschnitt zu rechnen ist, und fordern zu angepasstem Fahren auf.
In der Schweiz erkennt man sie am dreieckigen Feld mit rotem Rand und schwarzem Symbol auf weissem Grund. Sie geben Fahrenden die Zeit, rechtzeitig zu reagieren, und helfen so, Unfälle und Bussen zu vermeiden.
EN → DE: warning signs → Gefahrensignale (rot umrandetes Dreieck).
Beispiele:
- slippery road → Schleudergefahr
- road works ahead → Baustelle
- pedestrian crossing ahead → Fussgängerstreifen
- wild animals → Wildwechsel
- falling rocks → Steinschlag (im Berggebiet häufig)
Prohibition signs: Verbotssignale
Verbotssignale schränken den Verkehr ein oder heben eine Einschränkung wieder auf. Sie können das Befahren einer Strecke, das Abbiegen, das Überholen oder das Halten untersagen.
Meist sind diese Signale rund, weiss und rot umrandet, teils mit einem roten Schrägbalken. Zu den bekanntesten gehören «Allgemeines Fahrverbot», «Einfahrt verboten» und «Überholen verboten».
EN → DE: prohibition signs → Verbotssignale (Kreis mit rotem Rand).
Beispiele:
- no entry → Einfahrt verboten
- no parking → Parkieren verboten
- no overtaking → Überholen verboten
- no bicycles → Verbot für Fahrräder (im Alltag: Velofahrverbot)
Mandatory signs: Gebotssignale
Gebotssignale schreiben eine bestimmte Fahrweise oder Richtung vor. Sie regeln, wie sich der Verkehr auf einem Abschnitt zu bewegen hat.
Das Signal «Geradeaus» erlaubt beispielsweise nur die angegebene Fahrtrichtung, jedes Abbiegen ist damit untersagt. Charakteristisch für diese Gruppe ist der blaue Kreis mit weissem Symbol.
EN → DE: mandatory signs → Gebotssignale (blauer Kreis).
Beispiele:
- turn left only → Links abbiegen
- keep right → Rechts vorbeifahren
- bicycle path (mandatory) → Radweg (Veloweg)
- chains required → Schneeketten obligatorisch
Priority signs: Vortrittssignale
Vortrittssignale legen fest, wer an Verzweigungen und Engstellen zuerst fahren darf. Fehlt eine Signalisation, gilt in der Schweiz der Rechtsvortritt, also der Vortritt für das von rechts kommende Fahrzeug.
Die gelbe Raute steht für «Hauptstrasse» und zeigt an, dass man auf der vortrittsberechtigten Achse unterwegs ist. Ihr durchgestrichenes Gegenstück markiert das Ende der Hauptstrasse.
EN → DE: priority signs → Vortrittssignale.
Beispiele:
- STOP → Stop-Signal (Achteck)
- give way / yield → Kein Vortritt (umgekehrtes Dreieck)
- priority road → Hauptstrasse (gelbe Raute)
- end of priority road → Ende der Hauptstrasse
Speed limit & zone signs: Höchstgeschwindigkeit und Zonen
Signale dieser Gruppe zeigen an, wie schnell auf einem Abschnitt gefahren werden darf und wo besondere Zonen beginnen oder enden.
Das Signal «Höchstgeschwindigkeit» besteht aus einem weissen Kreis mit rotem Rand und einer schwarzen Zahl. Es steht vor Gefahrenstellen, engen Kurven, Gefällstrecken und in unübersichtlichen Abschnitten.
Ohne abweichende Signalisation gelten in der Schweiz die allgemeinen Höchstgeschwindigkeiten: 50 km/h innerorts, 80 km/h ausserorts, 100 km/h auf Autostrassen und 120 km/h auf Autobahnen. Wer diese Werte überschreitet, riskiert eine Busse, bei groben Verstössen auch den Entzug des Führerausweises.
Verbreitet sind zudem Zonensignale. Die Tempo-30-Zone senkt das Tempo in Quartieren, die Begegnungszone erlaubt 20 km/h und gibt den Zufussgehenden den Vortritt. Beide Zonen werden mit einem eigenen Signal für Anfang und Ende markiert.
EN → DE: speed limit sign → Signal «Höchstgeschwindigkeit»; zone sign → Zonensignal.
Beispiele:
- speed limit 50 → Höchstgeschwindigkeit 50
- end of speed limit → Ende der Höchstgeschwindigkeit
- 30 km/h zone → Tempo-30-Zone
- shared space / 20 km/h zone → Begegnungszone
- low emission zone → Umweltzone (in der Schweiz nicht gebräuchlich, verbreitet in Deutschland und Frankreich)
Information/service signs: Hinweissignale
Hinweissignale erklären die Verkehrssituation, erinnern an geltende Regeln und zeigen, wo sich nützliche Einrichtungen befinden.
Bei den Farben unterscheidet sich die Schweiz von ihren Nachbarn, was Gäste aus dem Ausland regelmässig verwirrt. Autobahn (Signal 4.01) und Autostrasse (Signal 4.03) tragen beide ein weisses Piktogramm auf grünem Grund, seit die Signalisationsverordnung 1972 von Blau auf Grün wechselte. Blau blieb der Wegweisung auf Hauptstrassen vorbehalten. In Deutschland, Österreich und Frankreich ist die Autobahn dagegen blau signalisiert. Auf der Autobahn gelten 120 km/h, auf der Autostrasse 100 km/h, und für beide braucht es die Vignette.
Serviceangaben verpflichten zu nichts, sie informieren nur über Einrichtungen entlang der Route, etwa Spital, Tankstelle oder Rastplatz.
EN → DE: information signs → Hinweissignale (meist blaue Rechtecke).
Beispiele:
- parking (P) → Parkieren gestattet
- hospital → Spital
- fuel station → Tankstelle
- tourist information → Touristische Information
Direction / guide signs: Wegweiser
Wegweiser nennen Ortschaften, Fahrtrichtungen und Distanzen. Sie sind rechteckig und in der Schweiz nach Strassentyp eingefärbt: grün für Autobahnen, blau für Hauptstrassen, weiss für Nebenstrassen.
Ausserhalb des Strassenverkehrs gilt eine eigene Logik. Wanderwege werden gelb signalisiert, Bergwanderwege tragen die weiss-rot-weisse Markierung, und die Velorouten sind rot gekennzeichnet. Dieses System des Schweizer Wanderwegnetzes ist im Ausland kaum bekannt, im Inland dagegen jedem Kind vertraut.
EN → DE: direction/guide signs → Wegweiser.
Beispiele: city centre → Zentrum
- detour → Umleitung
- motorway number A2 → Autobahn A2 (Gotthardachse)
- exit 12 → Ausfahrt 12
- hiking trail → Wanderweg (gelber Wegweiser)
Temporary signs: temporäre Signale und Baustellen
Temporäre Signale stehen dort, wo gebaut oder repariert wird. Sie warnen Fahrende und Zufussgehende vor Veränderungen auf der Fahrbahn und sichern den Verkehr während der Arbeiten.
Solche Signale können warnen, verbieten, informieren oder den Vortritt neu regeln. In der Schweiz gilt eine klare Farbregel: Bei Baustellen ersetzen gelbe Markierungen die weissen, und diese gelben Linien haben Vorrang vor der bestehenden Markierung.
Auf Basis dieser Signalisation wählen Fahrende alternative Routen, schätzen die Distanz zu Engstellen ab und reduzieren vor Kurven das Tempo. Wer sich daran hält, kommt ohne Schaden am Fahrzeug durch die Baustelle.
EN → DE: temporary traffic signs → temporäre Signale (gelbe Markierung bei Baustellen).
Beispiele:
- temporary speed limit → temporäre Höchstgeschwindigkeit
- lane closed → Fahrstreifen gesperrt
- contra-flow → Gegenverkehr
Special vehicle / lane signs: Fahrstreifen und Fahrzeugkategorien
Diese Signale weisen Fahrstreifen bestimmten Fahrzeugkategorien zu und ordnen so den Verkehr.
In der Regel handelt es sich um rechteckige Tafeln mit blauem Grund, weissen Symbolen und weisser Schrift. Sie informieren, verbieten oder verpflichten zu einem bestimmten Verhalten.
Auf städtischen Achsen markieren sie Busspuren und Velostreifen. Wo ein solches Signal steht, dürfen nur die abgebildeten Fahrzeugarten den Streifen benutzen, etwa Busse des öffentlichen Verkehrs.
EN → DE: bus lane / tram / bicycle → Busspur / Tram / Velo.
Beispiele:
- bus lane only → Busspur, nur für Busse
- tram crossing → Tramübergang
- cycle street → Velostrasse
Shop/Street signs: Aushängeschilder, Ladenschilder, Tafeln
Aushängeschilder sind Tafeln mit Schriftzügen und Abbildungen, die neben Werkstätten und Läden hängen. Es gibt sie flach oder plastisch ausgeformt.
Kleine Schilder sehen aus wie flache Plättchen und tragen meist die Öffnungszeiten oder eine kurze Information.
Schilder sind seit der Antike in Gebrauch. Im alten Rom stellten Händler steinerne Tafeln mit Abbildungen der Waren vor ihre Geschäfte.
Begriffe:
EN: shop sign, signboard, street sign
DE (CH): Aushängeschild, Ladenschild, Firmenschild, Fassadenbeschriftung; (street sign) Strassenschild, Strassennamenschild; allgemein Schild oder Tafel
Kollokationen:
- EN: neon sign, open/closed sign, warning sign on the door
- DE: Leuchtreklame, Schild «offen/geschlossen», Warnschild an der Tür
Beispiele EN→DE:
- a shop sign → ein Ladenschild
- a warning sign on the door → ein Warnschild an der Tür
- Follow the street signs to the museum. → Folgen Sie den Strassenschildern zum Museum.
Häufiger Fehler:
- sign im Sinn von Aushängeschild mit Zeichen zu übersetzen. Für Ladenbeschriftungen gilt Schild oder Tafel.
Minitabelle:
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EN |
DE (CH) |
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shop sign |
Ladenschild, Aushängeschild |
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signboard / billboard |
Werbetafel, Plakatwand |
|
open/closed sign |
Schild «offen/geschlossen» |
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street sign |
Strassenschild |
Ladenschilder und Fassadenwerbung
Ladenschilder hängen an der Fassade oder in deren Nähe. Sie ziehen die Aufmerksamkeit der Passantinnen und Passanten auf sich und zeigen, wo sich ein Geschäft befindet. Darauf stehen Name, Logo, Kontaktangaben und weitere Hinweise. Die Ausführung reicht von flach über plastisch bis beleuchtet.
Die flache Variante ist die einfachste und am weitesten verbreitete. Auf einer glatten Fläche werden Text, Logo oder Bilder aufgebracht, als Material dienen Metall, Kunststoff oder Holz.
Plastische Schilder entstehen aus verschiedenen Werkstoffen, häufig aus Acryl. Beleuchtet man sie, werden sie auch bei Dämmerung gut sichtbar.
Eine eigene Kategorie bilden Vordächer über dem Eingang, die zugleich vor Regen schützen.
Leuchtreklamen arbeiten mit LED oder Neonröhren, entweder von innen oder von aussen beleuchtet.
Die modernste Form sind LED-Displays, auf denen wechselnde Inhalte laufen.
In vielen Schweizer Gemeinden braucht es für Fassadenwerbung eine Bewilligung, in Altstadtzonen gelten oft strenge Auflagen zu Grösse, Material und Beleuchtung. Ein Blick in die kommunale Reklameverordnung lohnt sich vor der Bestellung.
- shop sign / signboard → Ladenschild, Aushängeschild, also die Hauptbeschriftung an der Fassade.
- A new shop sign was installed. → Es wurde ein neues Ladenschild montiert.
- fascia sign → Fassadenbeschriftung, Buchstaben oder Logo an der Fassade.
- projecting sign → Ausleger, senkrecht zur Wand montiert.
- neon sign / illuminated sign → Leuchtreklame, Leuchtschild.
- lightbox sign → Leuchtkasten.
- blade sign → Auslegerschild (Fachjargon, meist genügt Ausleger).
Häufiger Fehler: das Schild an der Fassade mit dem abstrakten Zeichen zu verwechseln.
Tür- und Fensterschilder
Türschilder gehören zu den verbreitetsten Beschriftungen und richten sich an Gäste wie an Mitarbeitende. Sie sind quadratisch oder rechteckig, gefertigt aus Metall oder Kunststoff, entweder fest beschriftet oder mit auswechselbaren Einlagen.
Unterschieden werden Informations-, Warn-, Spezial- und Hinweisschilder.
Die erste Gruppe trägt Ankündigungen, in Einkaufszentren etwa Angaben zu Aktionen.
Warnschilder tragen Aufschriften wie «Vorsicht» oder «Zutritt für Unbefugte verboten».
Spezialschilder richten sich an Menschen mit einer Behinderung, beispielsweise mit Braille-Schrift für sehbehinderte Personen.
Hinweisschilder an der Tür zeigen mit «stossen» und «ziehen» an, in welche Richtung sie sich öffnet.
Fensterschilder gliedern sich in Wegweiser, Adress- und Firmenschilder.
Wegweiser erleichtern die Orientierung in einem unbekannten Gebäude. Meist tragen sie einen kurzen Text oder ein Piktogramm. Adressschilder nennen die genaue Anschrift des Gebäudes.
Firmenschilder informieren über den Standort der Organisation und die Öffnungszeiten.
- open/closed sign → Schild «offen/geschlossen».
Flip the open sign. → Drehen Sie das Schild auf «offen». - business hours sign → Öffnungszeiten-Schild.
- push/pull sign → Schild «stossen/ziehen».
- no smoking sign → Rauchverbotsschild.
- CCTV in operation → Videoüberwachung (Hinweisschild).
- contactless accepted → kontaktloses Bezahlen möglich (Kleber oder Schild).
- house rules sign → Hausordnung.
Wegleitung in Einkaufszentren, Gebäuden und auf Arealen (Wayfinding)
Wayfinding steuert Personenströme und schafft eine verständliche gebaute Umgebung. Eine gute Beschilderung sorgt für einfache Orientierung, für Zugänglichkeit und für die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften.
In Einkaufszentren kommt eine Indoor-Wegleitung zum Einsatz. Sie hilft Besucherinnen und Besuchern, rasch die gewünschten Geschäfte zu finden. Ergänzend gibt es Apps, die den kürzesten Weg zum Ziel auf einer Karte anzeigen.
In grösseren Gebäuden stehen interaktive Bildschirme, die die Routenwahl beschleunigen.
Auf Arealen und Campus-Anlagen kombiniert man Informationstafeln, Wegweiser und digitale Stelen. Sie nennen die vorhandenen Gebäude und zeigen, in welche Richtung es weitergeht.
Bei Bahnhöfen und öffentlichen Bauten richtet sich die Beschilderung in der Schweiz nach den Normen für hindernisfreies Bauen, dazu kommen mehrsprachige Beschriftungen in den Sprachregionen.
- wayfinding signage → Wegleitsystem, Beschilderung im Innenbereich.
directional arrow sign → Richtungspfeil. - floor directory → Stockwerkübersicht.
- toilets / lifts / exits → Toiletten / Lifte / Ausgänge (Piktogramme).
- cash desk / checkout → Kasse (Schild oder Piktogramm).
- click & collect → bestellen und abholen.
Follow the wayfinding signs to the exit. → Folgen Sie der Beschilderung zum Ausgang.
Strassenschilder (nicht Verkehrssignale)
Strassenschilder hängen an Gebäuden und Haltestellen des öffentlichen Verkehrs. Sie tragen Strassennamen, Hausnummern und Firmenbezeichnungen.
Man unterscheidet Firmen-, Werbe- und Adressschilder.
Firmenschilder finden sich an Industrie-, Verwaltungs- und Geschäftsgebäuden. Sie informieren über die Tätigkeit der Organisation und ihre Rechtsform.
Werbeschilder enthalten neben den amtlichen Angaben auch ein Logo.
Adressschilder nennen Quartier, Strasse und Hausnummer oder die Bezeichnung einer Überbauung.
Eine eigene Kategorie bilden Schilder, die Information und Werbung verbinden.
Nach Material gliedern sich Strassenschilder in Ausführungen aus Metall, Kunststoff, Holz und Glas. In Schweizer Altstädten sind emaillierte Tafeln verbreitet, die seit Jahrzehnten am selben Platz hängen.
- street name sign → Strassennamenschild.
The street sign is missing. → Das Strassenschild fehlt. - house number sign → Hausnummernschild.
- district/neighbourhood map → Quartierplan (Informationstafel).
- tourist information board → touristische Informationstafel.
- heritage plaque → Gedenktafel.
- park rules sign → Parkordnung.
Werbekonstruktionen und POS
Werbekonstruktionen fallen durch ihre Gestaltung auf und führen Kundinnen und Kunden zu einer Abteilung oder zu einem Büro. Meist tragen sie eine knappe Information zu Produkten oder Aktionen.
POS-Materialien (von englisch point of sale, also Verkaufspunkt) gehören zur Ausstattung von Verkaufsflächen. Sie heben ein Produkt oder eine Warengruppe hervor, ziehen den Blick an und unterstützen die Kaufentscheidung.
Verbreitet sind Wobbler, Promotionsstände, Banner, Regalstopper, Klebestreifen und Kleber. Sie rücken einzelne Artikel ins Rampenlicht.
Eine weitere Form sind Stopper am Regal, die Kundschaft bremsen und die Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Produkt lenken.
- A-board / sandwich board → Kundenstopper, Klappschild (auf dem Trottoir).
- banner / flag → Banner, Beachflag.
- window vinyl / window decal → Fensterkleber, Schaufensterfolie.
- price tag rail / shelf talker → Preisschiene, Regalstopper.
- menu board / specials board → Menütafel, Tagesangebotstafel.
Beispiel:
Put the specials on the A-board. → Schreiben Sie die Tagesangebote auf den Kundenstopper.
Gesetzlich vorgeschriebene Schilder für Betriebe
Firmenschilder nennen den Namen der Organisation, die Angaben aus dem Handelsregister, die vollständige Adresse mit Postleitzahl und die Öffnungszeiten. In der Schweiz gehört zu diesen Angaben die UID-Nummer, die jedes eingetragene Unternehmen führt.
Es gibt sie als Tür-, Büro- und Tischschild. Türschilder tragen die Zimmernummer, die Abteilung, den Namen der Niederlassung und die Öffnungszeiten.
Tischschilder stehen an Arbeitsplätzen und am Empfang.
Für die Sicherheit gilt in Betrieben die Kennzeichnungspflicht nach den Vorgaben der Suva, etwa bei Fluchtwegen und Sammelplätzen.
- fire exit / emergency exit → Notausgang (grünes Piktogramm).
- assembly point → Sammelplatz.
- maximum occupancy → maximale Personenzahl.
- mind the step → Achtung Stufe.
- wet floor sign → Schild «Rutschgefahr, nasser Boden».
Temporäre Schilder und Anlässe
Temporäre Schilder bewerben kurzlebige Anlässe. Sie kündigen Ausverkäufe, Sonderangebote und Veranstaltungen an. Verwendet werden dafür meist leichte Materialien wie Kunststoff.
Beliebt sind Blachen mit Grossformatdruck, auf denen Bilder und Schriftzüge stehen. In der Schweiz heisst diese Plane an Fassaden und Gerüsten schlicht Blache.
Daneben gibt es Schilder mit Folienbeschriftung. Sie tragen nur Text, eignen sich aber weniger für die Fassade als für Schaufenster und Fenster im Innenbereich.
Häufig kommen temporäre Lösungen auch dann zum Einsatz, wenn eine feste Werbung nicht möglich ist, etwa während einer Fassadenrenovation.
- event signage → Veranstaltungsbeschilderung.
- temporary closure sign → Schild «vorübergehend geschlossen».
- pop-up shop sign → Schild für den Pop-up-Store.
- queue here → hier anstehen.
Astrological signs: Sternzeichen
Astrologische Zeichen, im Alltag Sternzeichen genannt, sind die zwölf Abschnitte jenes Himmelsbogens, auf dem die Sonne im Lauf eines Jahres von der Erde aus zu sehen ist (Ekliptik). Jedes Zeichen trägt den Namen des zugehörigen Sternbilds.
Die Reihe lautet: Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann und Fische.
Zodiac signs
Welches Zeichen jemandem zugeordnet wird, hängt vom Sonnenstand im Moment der Geburt ab. In der Astrologie fasst man die Zeichen zu Gruppen mit ähnlichen Eigenschaften zusammen. Jedes Zeichen gehört zu einem der vier Elemente: Feuer, Erde, Luft oder Wasser.
Zum Feuer zählen Widder, Löwe und Schütze. Der Erde sind Stier, Jungfrau und Steinbock zugeordnet. Zur Luft gehören Zwillinge, Waage und Wassermann, zum Wasser Krebs, Skorpion und Fische.
|
Element |
EN |
DE |
|
Erde |
Taurus, Virgo, Capricorn |
Stier, Jungfrau, Steinbock |
|
Wasser |
Cancer, Scorpio, Pisces |
Krebs, Skorpion, Fische |
|
Feuer |
Aries, Leo, Sagittarius |
Widder, Löwe, Schütze |
|
Luft |
Gemini, Libra, Aquarius |
Zwillinge, Waage, Wassermann |
Begriffe:
EN: the signs of the zodiac, zodiac sign, star sign.
DE: die Tierkreiszeichen; Sternzeichen (umgangssprachlich).
Kollokationen:
- EN: fire signs, earth signs
- DE: Feuerzeichen, Erdzeichen
Beispiele EN→DE:
- What's your zodiac sign? → Was ist dein Sternzeichen?
- the fire signs → die Feuerzeichen
- the signs of the zodiac → die Tierkreiszeichen
Häufiger Fehler:
- Schild statt Zeichen oder Sternzeichen zu verwenden.
Minitabelle (die zwölf Zeichen EN→DE):
|
EN |
DE |
|
Aries |
Widder |
|
Taurus |
Stier |
|
Gemini |
Zwillinge |
|
Cancer |
Krebs |
|
Leo |
Löwe |
|
Virgo |
Jungfrau |
|
Libra |
Waage |
|
Scorpio |
Skorpion |
|
Sagittarius |
Schütze |
|
Capricorn |
Steinbock |
|
Aquarius |
Wassermann |
|
Pisces |
Fische |
Earth signs: Erdzeichen
Jedem Sternzeichen werden bestimmte Charakterzüge zugeschrieben. Zeichen desselben Elements teilen sich dabei einige Merkmale.
Stier, Jungfrau und Steinbock gelten als bodenständig, verlässlich, sinnlich und geduldig.
Erdzeichen setzen Ideen in sichtbare Ergebnisse um, weil sie methodisch vorgehen statt zu improvisieren. Wissen, das sich im Alltag anwenden lässt, hat für sie Vorrang.
Nach der astrologischen Deutung unterstützen sie ihr Umfeld und halten ihre Zusagen ein. Sie arbeiten beharrlich und erwarten keine sofortigen Resultate, weil Ziele nun einmal Zeit brauchen.
Im Umgang mit materiellen Mitteln, ob Geld, Eigentum oder Rohstoffe, gelten sie als geschickt.
Stier (20. April bis 20. Mai) gilt als geduldig, verlässlich und sparsam. Vielen Vertreterinnen und Vertretern wird ein ausgeprägter Sinn für Schönheit nachgesagt. Als Schwächen nennt die Astrologie Sturheit und eine starke Bindung an Vertrautes. Aus übertriebener Vorsicht lässt der Stier manche Gelegenheit ziehen.
Jungfrau (23. August bis 22. September) steht für Sorgfalt, Genauigkeit und Aufmerksamkeit. Das Zeichen beobachtet genau, urteilt oft kritisch und stellt hohe Ansprüche an sich selbst wie an andere. Manche Jungfrauen wirken pedantisch und unruhig. Gleichzeitig sind sie für Menschen aus ihrem engeren Kreis emotional da.
Steinbock (22. Dezember bis 19. Januar) gilt als diszipliniert und ehrgeizig. Er hat einen Lebensplan mit klaren Terminen im Kopf, achtet Traditionen und denkt oft konservativ.
Water signs: Wasserzeichen
Den Zeichen des Wasserelements, also Fische, Krebs und Skorpion, werden Gefühlstiefe, Wandelbarkeit und Feingespür zugeschrieben. Ihre Intuition gilt als ausgeprägt, die Bedürfnisse anderer nehmen sie schnell wahr. Wasserzeichen sind fürsorglich, oft selbstlos und hilfsbereit.
Viele Menschen dieser Zeichen fühlen sich zu kreativen Tätigkeiten hingezogen und verbinden ihr Leben mit der Kunst.
Kontakte knüpfen sie leicht, ihre Stimmung kann dabei rasch kippen.
Fische (19. Februar bis 20. März) gelten als feinfühlig und suchen die Balance zwischen Wirklichkeit und Fantasie. Sie nehmen die Stimmung ihrer Umgebung stark auf. Als Partnerinnen und Partner gelten sie als treu und romantisch, enttäuschte Erwartungen treffen sie hart.
Krebs (21. Juni bis 22. Juli) steht für emotionale Tiefe und Empfindsamkeit. Das Zeichen findet sich in jeder Gruppe rasch zurecht, wechselt aber häufig die Stimmung.
Skorpion (23. Oktober bis 21. November) gilt als Zeichen der Verwandlung, das Altes hinter sich lässt, um Platz für Neues zu schaffen. Skorpione leben in emotionaler Spannung, was sie wach hält.
Fire signs: Feuerzeichen
Widder, Löwe und Schütze bilden das Feuerelement. Ihnen werden Tatendrang und ein ständiger Bewegungsdrang zugeschrieben. Sie entwickeln Ideen und bringen mutige Projekte auf den Weg. Zum Charakterbild gehören auch Aufbrausen, starke Gefühle und der Wunsch, den Ton anzugeben.
Der Widder (21. März bis 19. April) gilt als geborene Führungsfigur, die Verantwortung übernimmt. Für die eigene Überzeugung tritt er ein, entscheidet schnell und geht voran.
Löwen (23. Juli bis 22. August) stehen für Unerschrockenheit. Das Zeichen bleibt bei seiner Meinung und kennt kaum Zweifel. Stolz und ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein gehören dazu.
Schützen (22. November bis 21. Dezember) gelten als flexibel und nachdenklich. Man könnte sie die Philosophen des Tierkreises nennen. Ihre Energie richten sie oft auf die Suche nach Wahrheit. Schützen zeigen viel Lebenslust, handeln impulsiv und suchen ständig neue Eindrücke.
Führungsanspruch, Mut und Unternehmungslust prägen das Bild der Feuerzeichen.
Air signs: Luftzeichen
Zwillinge, Waage und Wassermann vertreten das Luftelement. Ihnen wird eine gewisse Wechselhaftigkeit zugeschrieben, dazu ein Bedürfnis nach Veränderung in allen Lebensbereichen. Neue Informationen nehmen sie schnell auf, sie wissen früher als andere Bescheid und knüpfen leicht Beziehungen. Ihr Blick auf die Welt gilt als positiv. Anpassungsfähigkeit und Beweglichkeit prägen ihr Bild. Von der Meinung anderer machen sich diese drei Zeichen wenig abhängig, Freiheit steht bei ihnen hoch im Kurs.
Zwillinge (21. Mai bis 20. Juni) gelten als das wandelbarste der Luftzeichen. Sie haben ein feines Gespür für das Geschehen um sie herum, und viele von ihnen reden gern. Entscheidungen fallen ihnen selten schwer.
Waage (23. September bis 22. Oktober). Kennzeichnend sind ein wacher Verstand und ein kritischer Blick. Das Zeichen steht für Ausgleich. Seine Entscheidungen gelten als überlegt, brauchen aber ihre Zeit.
Wassermann (20. Januar bis 19. Februar). Ein festes Zeichen, dem Eigensinn nachgesagt wird. Wassermänner gelten als Humanisten, die Wissen weitergeben.
Chinese signs
Das chinesische Tierkreissystem umfasst zwölf Tiere für einen Zyklus von zwölf Jahren: Ratte, Ochse, Tiger, Hase, Drache, Schlange, Pferd, Ziege, Affe, Hahn, Hund und Schwein.
Der Ursprung dieser Zeichen wird meist in der Han-Dynastie verortet (206 v. Chr. bis 220 n. Chr.), einzelne Elemente sind älter.
Eine Legende erzählt, der Jadekaiser habe die Zeitrechnung ordnen wollen und alle Tiere zu einem Wettrennen eingeladen. Die ersten zwölf, die den Fluss überquerten, erhielten einen Platz im Tierkreis.
|
EN |
DE |
Pinyin (字符) |
Kurz |
|
Rat |
Ratte |
shǔ (鼠) |
Cleverness, Beginn des Zyklus |
|
Ox |
Ochse |
niú (牛) |
Fleiss, Verlässlichkeit |
|
Tiger |
Tiger |
hǔ (虎) |
Mut, Impulsivität |
|
Rabbit |
Hase |
tù (兔) |
Sanftmut, Takt |
|
Dragon |
Drache |
lóng (龙) |
Kraft, Glück |
|
Snake |
Schlange |
shé (蛇) |
Intuition, Weisheit |
|
Horse |
Pferd |
mǎ (马) |
Energie, Tempo |
|
Goat |
Ziege |
yáng (羊) |
Kunstsinn, Sanftheit |
|
Monkey |
Affe |
hóu (猴) |
Erfindungsgabe |
|
Rooster |
Hahn |
jī (鸡) |
Genauigkeit, Direktheit |
|
Dog |
Hund |
gǒu (狗) |
Treue, Gerechtigkeitssinn |
|
Pig |
Schwein |
zhū (猪) |
Grosszügigkeit, Behaglichkeit |
Medical signs: klinische Zeichen
Als klinische Zeichen (signs) gelten in der Medizin objektive Befunde einer Erkrankung, die die Ärztin oder der Arzt bei der Untersuchung feststellt. Sie führen zur Diagnose und erlauben eine Einschätzung des weiteren Verlaufs.
Krankheitszeichen lassen sich in subjektive und objektive Angaben trennen. Die einen ergeben sich aus dem Gespräch und der Anamnese, die anderen aus der körperlichen Untersuchung sowie aus Labor und Apparatemedizin.
Im englischsprachigen Fachschrifttum tragen beide Gruppen eigene Namen: subjektive Angaben heissen symptoms, objektive Befunde signs. Im Deutschen spricht man von Symptomen und klinischen Zeichen oder Befunden.
Clinical signs vs symptoms: klinische Zeichen und Symptome
Klinische Zeichen und Symptome sind diagnostische Hinweise auf eine Verletzung, eine Krankheit oder eine Störung.
Zeichen lassen sich beobachten und messen. Dazu gehören erhöhte Körpertemperatur, hoher Blutdruck oder ein Hautausschlag.
Symptome sind Empfindungen, die die Patientin oder der Patient selbst schildert, beispielsweise Schmerzen, Müdigkeit und Übelkeit.
Die beiden Ebenen überschneiden sich häufig und lassen sich nicht immer eindeutig deuten. Kopfschmerzen können auf ein ernsthaftes Problem hinweisen, ebenso gut aber auf Flüssigkeitsmangel oder Anspannung.
Begriffe:
EN: sign(s) (objektiv), symptom(s) (subjektiv)
DE: klinische Zeichen gegenüber Symptomen
Kollokationen:
- EN: physical signs, diagnostic signs, signs and symptoms.
- DE: körperliche Befunde, diagnostische Zeichen, Zeichen und Symptome.
Beispiele EN→DE:
- clinical signs of dehydration → klinische Zeichen einer Dehydratation
- signs and symptoms → Zeichen und Symptome
- no clinical signs present → keine klinischen Zeichen vorhanden
Häufiger Fehler:
- Beides mit Symptome zu übersetzen. Die Unterscheidung zwischen objektivem Zeichen und subjektivem Symptom geht dabei verloren.
Minitabelle:
|
EN |
DE |
|
clinical signs |
klinische Zeichen |
|
symptoms |
Symptome |
|
physical signs |
körperliche Befunde |
|
diagnostic sign |
diagnostisches Zeichen |
Signs of pregnancy: Schwangerschaftszeichen
Das wichtigste Zeichen einer Schwangerschaft ist das Ausbleiben der Periode, sofern der Zyklus sonst regelmässig verläuft. Auch Übelkeit und Erbrechen können darauf hindeuten. Diese Beschwerden treten oft vier bis sechs Wochen nach der Befruchtung auf.
In den ersten drei Monaten sind Müdigkeit und ein Spannungsgefühl in der Brust verbreitet, ähnlich wie kurz vor der Periode.
Viele Frauen berichten von häufigem Wasserlassen, verändertem Geschmack und einer feineren Nase für Gerüche.
Noch vor dem Ausbleiben der Periode kann eine leichte Einnistungsblutung auftreten, dazu ein Ziehen im Unterbauch und eine leicht erhöhte Basaltemperatur.
Zur Terminologie: Im Alltag hört man meist Schwangerschaftsanzeichen, im medizinischen Kontext auch Schwangerschaftszeichen. Für eine sichere Abklärung ist der Termin bei der Gynäkologin oder beim Gynäkologen der richtige Weg.
Signs of autism: Anzeichen von Autismus
Autismus, fachlich Autismus-Spektrum-Störung, zeigt sich sehr unterschiedlich. Wie sich die Merkmale äussern, hängt stark vom Alter ab.
Bei Kindern fallen häufig der Wunsch nach Rückzug, Schwierigkeiten beim Aufbau enger Beziehungen und Auffälligkeiten in der Sprachentwicklung auf.
Viele Kinder wiederholen bestimmte Abläufe. Veränderungen im Tagesrhythmus oder auf dem gewohnten Weg lösen Unruhe und heftige Reaktionen aus, weil Vertrautes Sicherheit gibt.
Motorische Besonderheiten zeigen sich im Drehen, Klatschen oder Schaukeln.
Manche dieser Merkmale sind vorübergehend oder gehören schlicht zur Persönlichkeit des Kindes.
Bei Erwachsenen stehen Schwierigkeiten beim Erkennen von Gefühlen im Vordergrund, dazu eine hohe Empfindlichkeit gegenüber Gerüchen und Licht, das Bedürfnis nach wiederkehrenden Abläufen und die Abneigung gegen Veränderung. Nonverbale Signale werden sparsam eingesetzt, Mimik und Gestik bleiben zurückhaltend.
Manchmal kommen Besonderheiten in Sprachmelodie und Rhythmus dazu, ein wörtliches Verständnis von Aussagen und ein enger Interessenkreis. Rückzug, die Vorliebe für Alleinsein und Mühe mit den Beweggründen anderer gehören ebenfalls ins Bild.
Bei Erwachsenen fallen die Merkmale meist weniger deutlich aus als bei Kindern und werden oft als Charakterzüge gedeutet. Eine Abklärung nehmen in der Schweiz spezialisierte Fachstellen und Kliniken vor.
Signs of diabetes: Anzeichen von Diabetes Typ 2
Die Zahl der Menschen mit Diabetes Typ 2 nimmt Jahr für Jahr zu. Diese Form entwickelt sich lange ohne spürbare Beschwerden. Ursache ist die verminderte Empfindlichkeit der Zellen gegenüber Insulin.
Zu den häufigsten Beschwerden zählen starker Durst mit hoher Trinkmenge, häufiges Wasserlassen vor allem nachts und ein Hungergefühl, das auch nach dem Essen bleibt.
Wunden heilen bei Diabetes Typ 2 langsam, selbst kleine Schürfungen. Dahinter stehen eine schlechtere Durchblutung und Veränderungen im Immunsystem.
Durch den Flüssigkeitsverlust wird die Haut trocken, es kommt zu Juckreiz an Händen, Füssen und im Genitalbereich. Weil Zucker im Urin die Schleimhäute reizt, treten Infekte der Harnwege häufiger auf.
Bei älteren Menschen fallen die Beschwerden oft schwächer aus und werden anderen Erkrankungen zugeschrieben. Klarheit bringt eine Blutzuckermessung in der Hausarztpraxis.
Signs of cancer: Warnzeichen einer Krebserkrankung
Die Zeichen einer Krebserkrankung können allgemein sein oder vom Ort des Tumors abhängen. In frühen Stadien fehlen Beschwerden häufig ganz. Deutliche Symptome treten oft erst auf, wenn ein Organ stark beeinträchtigt ist.
Zu den allgemeinen Warnzeichen zählen anhaltende Müdigkeit ohne erkennbaren Grund und ein Gewichtsverlust, den niemand erklären kann. Manche Betroffene haben erhöhte Temperatur ohne Infekt und schwitzen nachts stark.
Vergrösserte, teils schmerzhafte Lymphknoten gehören ebenfalls zu den möglichen Hinweisen.
Blutungen aus Nase und Zahnfleisch sowie blaue Flecken ohne Anlass kommen bei bestimmten Erkrankungen vor.
An der Haut können neue Muttermale, Veränderungen von Farbe und Form bestehender Male sowie nicht heilende Wunden auffallen. Wer solche Veränderungen bemerkt, lässt sie ärztlich abklären. In der Schweiz laufen dazu Programme der Krebsliga zur Früherkennung.
Signs of stroke: Warnzeichen eines Hirnschlags
Ein Hirnschlag zeigt sich oft an einem hängenden Mundwinkel und einem verzogenen Gesicht. Dazu kommt Schwäche in Arm oder Bein, meist einseitig. Das Sprechen fällt schwer, die Worte klingen verwaschen, und das Verstehen anderer wird mühsam.
Auch Sehstörungen treten auf, an einem oder an beiden Augen.
Schwindel und Gleichgewichtsstörungen gehören ebenso dazu wie plötzliche, sehr starke Kopfschmerzen ohne bekannten Auslöser.
Weil das Gehirn betroffen ist, kann es zu plötzlicher Verwirrtheit und Gedächtnislücken kommen.
Beim geringsten Verdacht zählt jede Minute. In der Schweiz gilt: sofort die Notrufnummer 144 wählen und nicht abwarten, ob die Beschwerden von selbst verschwinden.
Vital signs: Vitalzeichen
Vitalzeichen fassen jene Messwerte zusammen, die den Zustand der lebenswichtigen Körperfunktionen abbilden.
Die vier wichtigsten sind Körpertemperatur, Blutdruck, Puls und Atemfrequenz.
Gemessen werden sie, um den Allgemeinzustand einzuschätzen, Abweichungen früh zu erkennen und den Verlauf einer Behandlung zu verfolgen.
Die Normwerte hängen von Alter, Geschlecht, Körpergewicht und Vorerkrankungen ab.
Weichen die Werte deutlich ab, gehört das in ärztliche Hände.
Begriffe:
EN: vital signs
DE: Vitalzeichen, Vitalparameter (beides gebräuchlich, im Spitalalltag hört man häufiger Vitalparameter)
Kollokationen:
- EN: check/monitor vital signs.
- DE: Vitalzeichen kontrollieren, Vitalparameter überwachen.
Beispiele EN→DE:
- Monitor the patient's vital signs. → Überwachen Sie die Vitalzeichen der Patientin.
- Vital signs are stable. → Die Vitalzeichen sind stabil.
- Record all vital parameters. → Erfassen Sie alle Vitalparameter.
Häufiger Fehler:
- Die wörtliche Übertragung «vitale Zeichen» ist im Deutschen unüblich.
Minitabelle:
|
EN |
DE |
|
temperature |
Körpertemperatur |
|
pulse |
Puls |
|
respiration |
Atmung, Atemfrequenz |
|
blood pressure |
Blutdruck |
|
oxygen saturation |
Sauerstoffsättigung |
Signs in sign language: Gebärden in der Gebärdensprache
In der Gebärdensprache trägt jede Gebärde eine feste Bedeutung. Damit lassen sich Dank und Entschuldigung ausdrücken, Menschen begrüssen und alle Alltagssituationen bewältigen.
Gebärden bestehen aus Handbewegungen, die einzelne Wörter und teils ganze Aussagen ersetzen. Handform, Bewegung, Ort und Mimik gehören zusammen.
Viele Gebärden sind bildhaft: Eine Handbewegung gibt die Form eines Gegenstands oder den Ablauf einer Handlung wieder. Liebe wird etwa durch die Hand auf dem Herzen ausgedrückt.
In der Schweiz existieren drei Gebärdensprachen nebeneinander, passend zu den Sprachregionen: die Deutschschweizer Gebärdensprache (DSGS), die Langue des signes française (LSF-SR) und die Lingua dei segni italiana (LIS-SI). Die DSGS kennt zudem fünf regionale Dialekte, die sich an Zürich, Bern, Basel, Luzern und St. Gallen orientieren. Als Dachorganisation vertritt der Schweizerische Gehörlosenbund SGB-FSS die Anliegen der Gemeinschaft.
Illustrierende Gebärden lenken den Blick auf bestimmte Dinge, geben die Richtung an und zeichnen Umrisse nach.
Zu den Adaptoren zählen Mimik sowie Hand- und Fussbewegungen, die den Gefühlszustand spiegeln, von Langeweile bis Anspannung.
Regulatoren sind nonverbale Handlungen, die das Gespräch steuern, etwa Blickkontakt und Nicken.
Begriffe:
EN: sign(s) in sign language, to sign (a word), handshape, facial expression.
DE: Gebärde(n), gebärden, Handform, Mimik; Deutschschweizer Gebärdensprache (DSGS).
Kollokationen:
- EN: a sign for «thank you», to sign fluently in ASL/DSGS
- DE: eine Gebärde für «danke», fliessend in ASL oder DSGS gebärden
Beispiele EN→DE:
- This sign means «thank you». → Diese Gebärde bedeutet «danke».
- He signs fluently in ASL/DSGS. → Er gebärdet fliessend in ASL oder DSGS.
- Learn basic signs like «hello» and «please». → Lernen Sie Grundgebärden wie «hallo» und «bitte».
Häufiger Fehler:
- sign in diesem Zusammenhang mit Zeichen zu übersetzen. Richtig ist Gebärde.
Minitabelle (Grundwortschatz):
|
EN |
DE |
|
hello |
hallo (Gebärde) |
|
thank you |
danke (Gebärde) |
|
sorry |
Entschuldigung (Gebärde) |
|
please |
bitte (Gebärde) |
|
yes / no |
ja / nein (Gebärden) |
|
help |
Hilfe (Gebärde) |
Vergleichstabellen «Signs»
Die folgenden Übersichten zeigen, wie sign und signs in verschiedenen Zusammenhängen korrekt wiedergegeben werden. Sie enthalten Beispiele aus dem Englischen mit der passenden deutschen Entsprechung und decken die Bandbreite von objektiven Befunden in der Medizin bis zur Astrologie ab.
Tabelle 1. Bedeutung EN → beste deutsche Entsprechung → Einsatzbereich
|
EN |
DE (CH) |
Wann verwenden |
|
math sign |
Zeichen, Vorzeichen (Pluszeichen und so weiter) |
Formeln, Rechnen, + − × ÷ = |
|
punctuation mark |
Satzzeichen |
Interpunktion im Text |
|
sign (evidence) |
Anzeichen, Hinweis |
Merkmal oder Indiz (Gesundheit, Wirtschaft) |
|
warning sign (abstrakt) |
Warnzeichen, Warnsignal |
Alarmierende Hinweise |
|
sign (hint from someone) |
Zeichen |
«Gib mir ein Zeichen» |
|
signal (to send) |
Signal |
Technisch oder organisatorisch, «ein Signal senden» |
|
gesture |
Geste |
Körperliche Bewegung |
|
traffic sign |
Verkehrssignal |
Strassenverkehr, amtlich nach SSV |
|
shop sign |
Ladenschild, Aushängeschild |
Beschriftung an Läden |
|
zodiac sign |
Tierkreiszeichen, Sternzeichen |
Astrologie |
|
clinical sign |
klinisches Zeichen |
Objektiver Befund in der Medizin |
|
vital signs |
Vitalzeichen, Vitalparameter |
Lebenswichtige Messwerte |
Tabelle 2. Wortverbindung EN → typische Übersetzung → Hinweis oder Stolperstein
|
EN collocation |
DE (CH) |
Hinweis |
|
sign convention |
Vorzeichenkonvention |
Mathematik, kein Schild |
|
change the sign |
das Vorzeichen wechseln |
Algebra |
|
punctuation marks |
Satzzeichen |
Im Englischen marks, nicht signs |
|
early signs of X |
frühe Anzeichen für X |
Anzeichen, nicht Signale |
|
warning signs |
Warnzeichen, Warnsignale |
Beides möglich, Gefahrensignal nur im Verkehr |
|
give me a sign |
gib mir ein Zeichen |
Wink einer Person |
|
send a signal |
ein Signal senden |
Organisatorische oder politische Bedeutung |
|
hand signal |
Handzeichen |
Zeichen mit der Hand |
|
traffic sign |
Verkehrssignal |
In der Schweiz amtlich Signal |
|
shop sign |
Ladenschild |
Beschriftung, kein Zeichen |
|
no-entry sign |
Signal «Einfahrt verboten» |
Verbotssignal nach SSV |
|
zodiac sign |
Sternzeichen |
Umgangssprachliche Variante |
|
clinical signs |
klinische Zeichen |
Medizinische Fachsprache |
|
vital signs |
Vitalzeichen |
Nicht «vitale Zeichen» |
|
sign language sign |
Gebärde |
Im Kontext DSGS oder ASL |
Häufige Fehler und Stolpersteine
Beim Umgang mit signs lohnt es sich, typische Fehler zu kennen. Eine schiefe Übersetzung verzerrt die Aussage und stiftet Verwirrung. Besonders oft passiert das Menschen, die eine Sprache erst lernen. Auch Reisende tappen in solche Fallen, weil sie nicht abschätzen können, welche Wendung wo passt.
Wer die Zeichen situationsgerecht benutzt, zeigt sprachliche Sicherheit. Ein Blick auf die folgenden Punkte hilft, die häufigsten Stolpersteine zu umgehen.
- sign, mark und symbol: punctuation marks → Satzzeichen; math sign → Zeichen oder Vorzeichen; symbol oft Symbol, bei Rechenoperationen aber Zeichen.
- sign und signal: give me a sign → Zeichen; send a signal → Signal.
- vital signs sind Vitalzeichen oder Vitalparameter, nie «vitale Zeichen».
- Interpunktion: im Englischen marks, nicht signs; auf Deutsch Satzzeichen.
- Verkehr: traffic sign heisst in der Schweiz Verkehrssignal, umgangssprachlich Schild, keinesfalls Zeichen.
- Gebärdensprache: das «sign» der Gebärdensprache ist eine Gebärde.
- Astrologie: zodiac sign → Sternzeichen oder Tierkreiszeichen, nicht Schild.
- Schweizer Schreibung: kein Eszett, dafür ss (Strasse, Fussgängerstreifen, gross).
- Falsche Freunde aus Deutschland: Bürgersteig, Fahrrad und Zebrastreifen klingen in der Schweiz fremd, hier heisst es Trottoir, Velo und Fussgängerstreifen.
Minitest (Selbstkontrolle)
Der Minitest ist eine schnelle Möglichkeit, das Gelesene zu prüfen. Zu jeder Frage gibt es drei Antwortvarianten, die richtige Lösung steht jeweils darunter. Zehn Fragen dauern nur wenige Minuten.
Danach folgt der Block mit den häufigsten Fragen und den Antworten dazu.
Wählen Sie die beste deutsche Entsprechung.
- Use the minus sign.
A) Minuszeichen B) Minusschild C) Minussignal
Antwort: A - Check the punctuation marks.
A) Satzzeichen B) Markierungen C) Lesezeichen
Antwort: A - Early signs of recovery
A) frühe Signale der Erholung B) frühe Anzeichen einer Erholung C) frühe Schilder der Erholung
Antwort: B - Give me a sign when you're ready.
A) Gib mir ein Schild… B) Gib mir ein Zeichen… C) Gib mir ein Signal…
Antwort: B - Follow the traffic signs.
A) folgen Sie den Zeichen B) folgen Sie den Verkehrssignalen C) folgen Sie den Gebärden
Antwort: B - a no-entry sign
A) ein Signal «Einfahrt verboten» B) ein Verbotszeichen C) ein Verbotssignal für Fussgänger
Antwort: A - What's your zodiac sign?
A) Was ist dein Schild? B) Was ist dein Sternzeichen? C) Was ist dein Signal?
Antwort: B - clinical signs of dehydration
A) klinische Symptome einer Dehydratation B) klinische Zeichen einer Dehydratation C) vitale Zeichen einer Dehydratation
Antwort: B - Monitor the patient's vital signs.
A) Vitalzeichen B) vitale Zeichen C) vitale Markierungen
Antwort: A - He made a hand signal to stop.
A) Er gab ein Handzeichen zum Anhalten B) Er machte ein Handschild zum Anhalten C) Er sendete ein Handsignal zum Anhalten
Antwort: A (im technischen Kontext ist auch Handsignal denkbar, Handzeichen klingt natürlicher)